Primäre Zielgruppen

Die zentrale Zielgruppe von KOMM sind SchülerInnen der kooperierenden Schulen im Sozialraum „Darmstadt Innenstadt Süd“. Besondere Beachtung finden Schüler und Schülerinnen, welche in ihrer Schullaufbahn aus mannigfaltigen Gründen Schwierigkeiten haben und in Schulverweigerung abgleiten könnten.

Bei Kindern und Jugendlichen bilden unterschiedliche (schulische) Herausforderungen und Erziehungsunsicherheiten der Eltern, oft kombiniert mit Paarunstimmigkeiten, eine brisante Mischung. KOMM geht auf individuelle schwierige Lebenslagen einzelner Kinder und deren Eltern bei Bedarf ein. Gleichzeitig können alle Kinder und Eltern durch zielgerichtete Arbeits- und Themenschwerpunkte, abgestimmt mit Altersstruktur und Schulform, von KOMM partizipieren.

Wesentlich in der Arbeit von KOMM in den Grundschulen sind die Übergänge Kita – Grundschule und Grundschule – weiterführende Schule. Themenschwerpunkte sind:

  • Ablösung von der Familie
  • Begleitung von Kindern und Eltern bei der Erkundung und Akzeptanz des neuen Lebensraums Schule
  • Begleitung von Kindern und Eltern beim Übergang in eine neue Schulform
  • Erweiterung schulrelevanter Kompetenzen der Eltern
  • Gruppenfindung (Sozialverhalten)
  • Auseinandersetzung mit Leistung und Bewertung
  • Umgang mit dem Thema Vorpubertät

Schwerpunkte der Arbeit in den weiterführenden Schulen sind die Klassen fünf – sieben. Themenschwerpunkte sind:

  • Begleitung von Kindern und Eltern bei der Erkundung und Akzeptanz im neuen Lebensraums „weiterführende Schule“
  • Integration der Kinder aus Förderschule und „Intensivklasse für MigrantInnen“
  • Gruppenfindung
  • Selbstorganisation
  • Leistungsverhalten / Leistungsanforderungen
  • pubertäre Entwicklung
  • Begleitung bei Krisen im Kindes- und Jugendalter
  • Unterstützung beim Übergang Schule – Beruf/Studium (bei Bedarf / in Krisen)

Schwerpunkte der Arbeit in der Förderschule sind die Übergänge Kita – Grundschule und Grundschule – weiterführende Schule und in der Mittel- und Oberstufe die Klassen fünf bis sieben. Themenschwerpunkte sind:

  • Status/Trauerarbeit bei SchülerInnen und deren Eltern
  • Wirkung von Diagnose- und Etikettierungsprozessen
  • Begleitung von Kindern und Eltern bei Erkundung und Akzeptanz des besonderen Lebensraums der Förderschule
  • soziale Kontakte in Freizeit, Hortbetreuung und zu Hause
  • Integration bzw. Rückführung in die Regelschule

Sekundäre Zielgruppen

Zu den sekundären Zielgruppen zählen die Eltern, Lehrkräfte und KooperationspartnerInnen.
Mit Blick auf die Manifestierung von Schulverweigerung, in Verbindung mit einem präventiven Ansatz, bewegt sich KOMM im Spektrum der sechs- bis 14-Jährigen. Wir haben es hier mit einer Altersgruppe zu tun, die, wenn sie in Not ist, zwar in vielfältiger Art und Weise auf sich aufmerksam machen kann, aber massiv abhängig von ihren primären Bezugspersonen, Lehrkräften und Hilfssystemen ist.

Sowohl bei der Klärung der Frage, welche Schwierigkeiten denn genau vorliegen, als auch bei der Suche nach Unterstützung und Lösungen sind die Eltern als ExpertInnen der familiären Situation und die Lehrkräfte als GestalterInnen der schulischen Lage sehr wichtig; häufig ist die Arbeit mit ihnen sogar effizienter als mit den Kindern selbst.

Kinder reagieren sensibel auf Veränderungen in ihren Lebens- und Lernbedingungen, die durch die sie umgebenden Erwachsenen gestaltet werden. Kinder dieser Altersgruppe können zwar langsam mehr Eigenverantwortung für ihre Nöte übernehmen, doch nur zu einem kleineren Teil, da ihre Bedürftigkeit meist im Zusammenhang mit den Notlagen der Erwachsenen steht.